Sonntag, 23. März 2014

Saisonende

Und schon ist die Gfrörli-Saison wieder zu Ende. Gleich Zwei haben nie gefehlt, waren also insgesamt 18 Mal in der Aare diesen Winter. Gratulation! Die höchste Temperatur lag bei 10.8° und die tiefste bei 4.6° (Durchschnitt 6.81°).
Ich freue mich auf die Fortsetzung des Wettbewerbs im Winter 2014/2015. Wer interessiert ist schaut einfach regelmässig auf  der Facebook-Seite nach. Zwischenzeitlich schwimmen wir, ausser Konkurrenz, jeweils am Freitagmittag 11.30h bei Altenbergsteg, weiter.

Sonntag, 16. März 2014

SAC Winterbiwak

Dieses Weekend organisierte ich zusammen mit einem unserer Tourenleiter ein Winterbiwak. Wir fanden auf der Engstligenalp eine Wächte, die wir nach dem Sondieren mit den Lawinensonden als ausreichend gross fanden, um 9 Personen unterzubringen. Es wurden 3 verschiedene Schneehöhlen ausgehoben. Eine für zwei Personen, eine für 3 Personen und dann noch unser 2 Zimmerbau für 4 Personen. Insgesamt schaufelten, sägten, transportierten und krochen wir zu Viert 6 Stunden lang, bis wir unsere gemütliche Schneehöhle fertiggestellt hatten. Ich muss gestehen, dass sie sehr komfortable war, konnten wir doch darin stehen, die Schlafstellen waren so hoch, dass man darin gebeugt auch stehen konnte und zum Kochen konnte man sitzen. Zum Znacht liessen wir es uns bei Tortelloni, Tomatensauce, Käse und einem Schluck Wein gut gehen. Auch Nachtisch mit Kaffee und einem Schnäpsli fehlte nicht. Und so konnte einer ruhigen Nacht bei Kerzenlicht - unserem Anti-Sauerstoff-Warner - nichts entgegen stehen. Temperaturmässig konnten wir unser Biwak auf rund 3.5° aufwärmen. Nachdem wir uns zum Frühstück mit Porridge gestärkt hatten, bestiegen wir den Ammertenspitz in knapp 2 Stunden, dank unserer nahen Lage der Biwaks. Glücklich und die Einen etwas müder als Andere, konnten wir einen weiteren SAC-Anlass bei Traumwetter abschliessen.


Ein paar weitere Bilder findet ihr hier.

Montag, 10. März 2014

3 Tage Val Bedretto

Den Höhepunkt nehme ich vorweg: Es gibt keinen, denn alle drei Tage waren einfach absolut TOP! Super Wetter, viel Schnee, gutes Team und eine wunderbare Gegend zum Entdecken, ob im Aufstieg oder in der Abfahrt.
Freitag, 7. März 2014: Nach 4 Stunden ÖV in All Acqua angekommen, verloren wir nicht viel Zeit, die Tourenskis anzuschnallen und aufzusteigen in Richtung Poncione Val Piana. Nach rund 1000 Höhenmetern erreichten wir den Gipfel. Der Aufstieg ist Teil des Hüttenweges von All Acqua in die Capana Cristallina. Die Abfahrt durch das Val Piana war erst Klasse. Teilsweise steil, wenig verspurt und den Pulver den man will!

Am Samstag wollten Petra und ich das Marchhorn besteigen, allerdings zuerst rundherum. Konkret via den Passo San Giacomo und die Bocchetta di Val Maggia. Zurück gings dann über die Bocchetta di Formazzora wo wir am Südhang noch ein nasses Schneebrett erleben mussten. Dem Verunfallten passierte ausser einem Skiverlust zum Glück nichts, zudem wären wir sofort zur Hilfe gestanden. Aber einmal mehr zeigte sich, dass die Strategie, möglichst wenig Höhe zu verlieren, nicht unbedingt immer die beste Wahl ist. Der Auslösende fuhr in den von der Sonne total aufgeweichten 40° Südhang, der dann eben nicht hielt. Übrigens haben wir den Gipfel ausgelassen, es stürmte sehr und ich hatte ungewöhnlich schwere Beine die keine Heldentaten zuliessen. Es kamen insgesamt 1700 Höhenmeter und 20 km Distanz zusammen. Die Schlüsselstellen der Tour:
  • Querung direkt nach der Bocchetta di Val Maggia. Man darf dort nicht absteigen, sondern auf der Passhöhe am linken, sehr steilen Hang queren.
  • Südhang der Bocchetta di Formazzora
Zwar steil, aber erstaunlich gut, ging die Abfahrt von der Bocchetta di Formazzora. Diese Stelle hatten wir ursprünglich als Schlüsselstelle gewertet. Wie anders das Gelände manchmal aussieht, als der Führer und die Karte einem anzeigen.

Für den Sonntag planten wir ein weiteres Highlight: Nach der Besteigung des Poncione di Manió, Abfahrt durch das Geretal nach Oberwald. Zuerst mussten wir allerdings über den Gerenpass. Schon am Morgen heizte die Sonne anständig ein. Die Nordhänge in der Abfahrt dann mit etwas schwererem Pulverschnee, aber immer noch schön zum fahren. Und nur wir Vier im Tal. Die weiten Hänge, einfach fantastisch. Die Skis zogen wir dann erst am Bahnhof von Oberwald ab.

Danke Petra, Ursula und Urs für drei unvergessliche Tage! Wiederholung erwünscht...

Die etwas technischeren Infos in meinem Gipfelbuch (nach yves66 suchen).