Donnerstag, 31. Dezember 2015

Oberstockesee

Nachdem ich beim Klettern am Stockhorn das Schwarzeis des Oberstockesee's (Seefläche auf 1665m, tiefster Punkt bei 1622m) gesehen hatte, liess mich der Gedanke, dort ein Eisbad zu nehmen, nicht mehr los. Gedacht, gesagt, getan.
Stefan und ich wanderten heute mit der Erfahrung vom Gantrischsee und einigermassen bewährtem Werkzeug und Material vom Chrindi zum Oberstockesee. Nach rund 40 Minuten erreichten wir das Ufer um sofort die Eisdicke zu messen. Die 21er Eisschraube erreichte das Wasser nicht und so betraten wir die wunderschöne Eisschicht für eine weitere Probebohrung. 24cm Eisdicke ergab dann die entscheidende Messung beim mit GPS ermittelten Punkt (grösste Wassertiefe). Das Loch, diesmal 70x70cm messend, öffneten wir unter Einsatz des Eispickels und der Schneesäge in rund 40 Minuten. Bei 1.8°C Umgebungstemperatur war dann der Einstieg ins Nass nicht wirklich schwierig. Vielmehr bereitete mir der Gedanke, dass der Seegrund rund 40m unter mir liegt, mehr mühe. Aber mit einer Handschlinge war dann der Einstieg doch nicht so schlimm. Stefan's Bad folgte auf Mein's und bald schon war der Spuk vorbei. Den grossen Eiswürfel schoben wir zurück ins Wasserloch, so dass das Loch schnell wieder zufrieren kann.
Speziell zu erwähnen sind die wunderbaren und doch unheimlichen Geräusche, die der See und das Eis immer wieder zelebrierten. Merci Stefan für den tollen Einstieg in den Silvester. Um Mitternacht werden wir Gfrörli's ja noch in der Aare anstossen. Bilder...

Happy 2016 und allen gute Gesundheit!

Montag, 28. Dezember 2015

Niederhorn

Eigentlich passt der Name nicht, denn wir gingen nicht aufs Horn nieder sondern hoch. Zu Fuss, mit der Idee von der Beatenbucht die 1361 Höhenmeter bis zur Bergstation auf 1933m zu joggen. Mein konditioneller Zustand erlaubt es jedoch noch nicht, alles zu joggen. Auf der Teilstrecke von Beatenberg bis Vorsass fühlte ich mich am wohlsten. Mit einem angenehmen Pace, die wunderbare Aussicht geniessend, gewannen wir so Meter um Meter. Leider verliess mich die Karft nach der Mittelstation, so dass ich nur noch schnell laufend die letzten 200 Höhenmeter aufsteigen konnte. Ich hoffe, in ein paar Monaten fitter zu sein.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Klettern am Stockhorn

An einem 27. Dezember auf rund 2000m im Pullover Felsklettern, das gibt es nicht alle Jahre. Der Fels war trocken und die Sicht eine Klasse für sich. Werner und ich haben uns im Sektor B (Plaisir West) ein paar schöne und interessante Stunden lang verweilt. Die Aussicht auf Thun mit dem riesen Schatten des Stockhorns war phänomenal.
Bilder...

Samstag, 26. Dezember 2015

Eisbaden im Gantrischsee

Mit den Lehren vom vergangenen Sonntag im Oeschinensee im Rucksack, reichlich Internetrecherche und eigener Taktik, besuchten Stefan und ich heute den Gantrischsee. Die Idee war es, weitere Erfahrung zu sammeln, wie denn so eine Eisdecke geknackt werden kann, welches Werkzeug sich eignet und auf was man besonders Acht geben sollte.
Bei der ersten Probebohrung mit einer 21er Eisschraube erreichten wir den Wasserspiegel schon mal nicht. Konnte es sein, dass das Eis so dick war? Ja, war die Antwort, nachdem wir etwas Eis weg gepickelt hatten und die Bohrung nochmals wiederholten. Ganze 31cm Eisdicke konnten wir messen. So hiess es dann, mit Axt und Pickel Eis wegschlagen bis ca. 6cm oberhalb des Wasserspiegels. Nach drei Eisschraubenbohrungen konnten wir dann die Black Diamond Schneesäge einsetzen und das Eisloch fertig freilegen. Da sich der Wasserspiegel im Loch ausglich, war insbesondere der Sägevorgang überwiegend im Eiswasser durchzuführen. Wir liessen uns aber durch nichts beirren, waren wir doch nahe am Ziel. Nachdem das Loch ca. 60x60cm offen war, eine Reepschnur als Handschlaufe angebracht an einer Eisschraube installiert war, stieg ich ein in das 0°C warme Nass. Etwas enttäuscht, konnte ich den Seegrund spüren, aber für's ganz Eintauchen reichte es. Bereits etwas gekühlt von der vorangehenden Locherei hielt ich es dann aber nicht lange im Wasser aus. Stefan folgte motiviert durch "Für das sind wir da" dann mit einem Schnorchel-Test. Glücklich und um eine riesen Erfahrung reicher, beendeten wir dann das Projekt Gantrischsee.
Hardfacts: Gantrischsee 1578m, Wassertiefe wenige Meter, Lufttemperatur –3.8°C, Eisdicke 31cm.
Bilder...

Sonntag, 20. Dezember 2015

Eisschwimmen im Oeschinensee

Mal nicht vertikal im Eis sondern horizontal...
Heute konnte ich mich mit ein paar unentwegten Gfrörli's wort-wörtlich im Eisschwimmen üben. Der Oeschinensee war bereits komplett zugefroren, grösstenteils mit schönem Schwarzeis. Trotzdem fanden wir eine schwache Stelle um mit ein paar Hieben ein genug grossen Loch ins Eis zu brechen um uns ins Eiswasser zu legen. Es konnte von einer Wassertemperatur von 0°C ausgegangen werden, da wir ein Eis-Wasser-Gemisch hatten, aber die Kälte fühlte sich (jedenfalls für mich) anders an als in der Aare. So musste ich zwei Mal ins Wasser, bis der Körper die Kälte spürte. Wahrscheinlich hatte es damit zu tun, dass ich - anders als in der Aare - mich nicht bewegte und so der Kreislauf das "erkaltete" Blut aus den Extremitäten nicht gleich schnell in den Körper transportierte und so das Kälteempfinden weniger schnell auftrat.
Im Anschluss ging's dann mit den Schlitten nach Kandersteg zurück. Ein toller Tag mit einer neuen Erfahrung, in wunderbarer Umgebung mit coolen Leuten! Danke!
Bilder...

Sonntag, 8. November 2015

Soustal

Zusammen mit einer Nachbarin genoss ich auf einer Spontan-Tour einen weiteren wunderbaren Sonnen-Sonntag.
Folgend kurz die Eckdaten der Tour:
Birg-Bietenlücke-Türliboden-Hogant-Ürtscheli-Sulseewli-Sulwald
15.2km, Auf 560m, Ab 1680m
Besonders nennenswert sind Beobachtung von sechs Schneehühnern, vielen Gemsen und schon fast kitschig glitzernden Silberdisteln.

Ein erneutes Bad im Sulsseewli durfte natürlich nicht fehlen.
Hier ein paar fotografische Eindrücke.

Montag, 2. November 2015

Bergbad

Saisongerecht lud der wunderbare Herbst mit einem Bad im Sulsseewli zum Season Opening ein. Temperatur habe ich nicht gemessen, aber wenige Minuten war es auszuhalten. Die Kulisse hat's halt ausgemacht...
Viel Spass allen "Winter"bädeler!


Rücken-Krücken

Sport ist ungesund. Das passt manchmal schon. Bei mir leider Ende August. Wie üblich startete ich die Woche mit einem Mittags-Training im Kieser Kraftraum. Bei der Beinpresse schlug es mir dann in den Rücken - päng!
Befund: Bandscheibenprotrusion, die Vorstufe zum Vorfall oder besser bekannt unter Diskushernie. Zwei Wochen full of pain, Schmerzmittel die nicht wirkten, auch doppelte Ladungen Tramal nicht - üblicherweise in meiner Bergsteigerapotheke zum Stilllegen von Verletzten. Dann die Erlösung, endlich schmerzfrei. Der mühsame Weg zum Muskelaufbau-Training beginnt, usw.
Heute bin ich wieder soweit fit, dass ich mehrstündige Wanderungen, zwar noch ohne schweren Rucksack, bewältigen kann.

Mein bisheriges Fazit: Trainiert die Rumpfmuskulatur wie keine andere Muskelgruppe, ob mit Pilates, Beckenbodentraining oder so, egal. Und ich wünsche Niemandem solche Schmerzen.

Trotzdem, Sport ist gesund, es kann halt einfach passieren.

Freitag, 24. Juli 2015

Sommertouren in den Ecrins und in Chamonix

Nebst all den SAC-Anlässen konnte ich mich wieder einmal für ein paar private Tourentage freischaufeln. Übergangslos aus der Ausbildungswoche im Triftgebiet, durfte ich mit Frank und Nando zwischen dem 18. und 23. Juli die folgenden Unternehmungen durchführen:

  • Tag 1: Anfahrt nach La Bérarde, Wanderung auf die Tête de la Maye 2516m, 800Hm, T3
  • Tag 2: Aufstieg auf den Glacier de la Bonne Pierre mit Biwak auf 3000m
  • Tag 3: Aufstieg über den Col des Ecrins 3367m auf den Dôme de Neige 4015m und Abstieg nach La Bérarde
  • Tag 4: Fahrt nach Chamonix und Besuch des Klettergartens "Les Gaillands"
  • Tag 5: Klettertour "Le Clocher de Planpraz: Traversée Clocher-Clochetons (4c obl.)
  • Tag 6: Fahrt auf die Aig. du Midi, Gletschertraverse und Klettertour über die " Arête des Cosmiques 3c obl. (3h45Min.)
Fotos... (u.a. von Nando und Frank)

Ein ganz GROSSER DANK geht an Benita, die mir dieses wunderbare Hobby überhaupt ermöglicht!

Freitag, 17. Juli 2015

Ausbildungswoche im Triftgebiet

Erneut durfte ich zusammen mit einem Bergführer während 5 Tagen Anfängerinnen und Anfänger in die Welt des Sommerbergsteigens einführen. Wir starteten im Klettergarten der Windegghütte, bestiegen über die Sacklimmi das Steinhüshorn um dann in der Trifthütte zu nächtigen. Super Bewirtung durch Nicole und Turi!
Am Folgetag dann die Besteigung des Hinter Tierbergs, die jedoch wegen eines glimpflich verlaufenen Unfalls abgebrochen werden musste.
Am nächsten Tag übten wir uns dann auf dem Gletscher mit Steigeisen laufen, Steileisklettern und Standbau in den unterschiedlichsten Varianten.
Retour über den normalen Hüttenweg nächtigten wir nochmals in der Windegghütte, um dann in zwei Gruppen Fels- und Spaltenrettungsausbildung oder eine Klettertour als Abschluss der Woche zu geniessen.
Fotos...

Sonntag, 5. Juli 2015

Fortbildung SAC Tourenleiter

Ein Weekend für uns Tourenleiterinnen und Tourenleiter. Um die Turtmannhütte herum konnten wir uns von zwei unserer Sektions-Bergführer auf den neusten Stand bringen. Mehr Informationen bald unter Tourenberichte SAC Sektion Bern. So sind wir für die Touren mit unseren Mitgliedern up to date.

Montag, 23. März 2015

Skihochtouren im Fornogebiet

Gestartet haben wir Sieben die Ausbildungswoche Skihochtouren mit einer langen Anfahrt über Zürich und Chur nach Maloja Cad' Maté. Ab dort ging's dann weiter durch das Val Forno bis in die Fornohütte auf 2574m. Eine wehende Europaflagge und ein herzliches Hüttenteam empfingen uns.
Während den Touren und auch in und um die Hütte durften Lukas und ich unser Wissen an die Teilnehmer weitergeben, so dass für weitere Touren eine gute Basis gelegt werden konnte. Die ganze Woche hat grossen Spass gemacht. Auch ich konnte wieder viel von unserem Bergführer profitieren und lernen.
Wir haben folgende Touren unternommen:
Dienstag:
Via Vadrec del Forno und den Passo Sissone auf den Monte Sissone 3330m. Abgefahren sind wir dann auf dem Rücken westlich der Cima di Rosso.

Mittwoch:
Südaufstieg auf den Monte Rosso 3088m. Ein kurz ausgesetztes Stück des Gipfelgrates machte die Tour zusätzlich interessant. der auf der Skitourenkarte eingezeichnete Aufstieg via Punkt 2849 ist nicht empfehlenswert, da ausgesetzt. Der Blick in Richtung Cima di Val Bona ist wunderschön (siehe Bild unten). Eine Rundtour über den Passo di Val Bona und Sella del Forno dürfte landschaftlich sehr schön sein.

Donnerstag:
Geplant war der Monte del Forno, aber der schlechten Sicht wegen, entschieden wir unterhalb der Sella del Forno, schneemässig das beste aus dem Tag herauszuholen. So zogen wir in südlicher Richtung den pulvrigen Nordhang hinauf zum Punkt 2884m. Ein wunderbares Nebelmeer Richtung Como- und Gardasee belohnte uns zusätzlich.
Freitag: 
Rückreisetag mit einer interessanten und herausfordernden Schlusstour via Übergang (bei Pt. 2857m) westlich der Pizzi dei Rossi. Abfahrt über die Lto dei Rossi und das Val Muretto auf den Malojapass. Bei Pizokel und einem grossen Bier schlossen wir die Woche ab. Es blieb die lange Rückreise nach Bern und herrliche Bilder.


Sonntag, 15. März 2015

Skitourentage im Bedretto vom 12. - 15. März 2015

Leider wollte das Wetter nicht ganz so, wie es noch wenige Tage vor der Tour vorhergesagt worden war. Aber trotzdem starteten wir nach dem Motto: Dusse si.
Im Restaurant All' Acqua konnten wir wegen Besitzerwechsel nicht die ganzen drei Tage übernachten. So starteten wir am Donnerstag nach der Anreis mit einer Aufwärmtour (im wahrsten sinne des Wortes, es war warm) auf den Poncione Val Piana 2660m. Abenteuerliche Abfahrt via Val Piana nach all' Acqua. Am Freitag stiegen wir via San Giacomo auf das Helgenhorn 2837. Ein langer aber landschaftlich sehr schöner Aufstieg. Tolle Rundsicht auf die Berner, Urner, Bündner und Walliser Gipfel. Die Abfahrt zum Rifugio Maria Luisa interessant und landschaftlich sehr schön, aber an diesem Tag schneetechnisch leider nicht durchgehend gut. Sonnenbad bei Bier und Chips und dann am Abend leckere italienische Küche. Am Samstagmorgen dann wie angekündigt, null Sicht und leichter Schneefall. Mit Petr's Spürsinn, unterstützt durch meine GPS-Technik, lotsten wir die Gruppe bei Null Sicht und teilweisem Whiteout auf den Passo di San Giacomo und runter nach All'Acqua. Der Wetterprognosen wegen entschied die Mehrheit der Teilnehmer die Tour hier abzubrechen und so zogen wir noch zu Fünft im Wiederaufstieg zu Cap. Piansecco, wo uns drei nette Damen freudig empfingen. Aus der Tour via Gerenpass nach Oberwald wurde am Sonntag dann nichts, da es nun stark schneite. Mit einer spassige Abfahrt und einigen Schwüngen im frischen Pulverschnee zurück nach Cioss Prato zum Postauto, schlossen wir die 4 Tage zufrieden ab. Die Bilder...


Sonntag, 8. März 2015

Winterbiwak 2015

Als SAC Sektionstour führte ich mit einem unserer Schneeschuh-Tourenleiter bereits das zweite Jahr einen Biwak-Anlass durch. Letztes Jahr auf der Engstligenalp. Diesmal wollten wir auf dem Simplon unser Wissen weitergeben und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen interessanten Anlass bieten. Im Vordergrund stand ganz klar der Bau des Biwaks und das Schlafen darin.
Etwa 5 Minuten unterhalb des Restaurants Monte Leone fanden wir eine grosse Wächte, die wir mit den Lawinensonden auf ihre Tiefe ausmassen. Insgesamt drei Schneehöhlen schaufelten wir in den nächsten 5 Stunden aus, so dass alle 11 Teilnehmer einen Schlafplatz einrichten konnten. Zum Nachtessen kochte ich für die Skitüreler ein Teigwaren-Fertiggericht. Nach einer ruhigen Nacht und "warmen" Nacht - immerhin kann es in einem Schneebiwak bis ca. 3° warm werden - frühstückten wir frisch gekochtes Porridge, um für die anschliessende Tour auf das Staldhorn einigermassen gestärkt zu sein.
Einmal mehr hat das Schneebiwak grossen Spass gemacht, obschon die Schauflerei harte Arbeit ist. Hier noch ein paar Bilder dazu... 

Samstag, 21. Februar 2015

Ruchstock - Brunnistock

Anfahrt über Luzern - Wolfenschiessen - Oberrickenbach und mit Luftseilbahn auf die bannalp. Aufstieg auf die Bannalper Schonegg, kurze Querung leicht abwärts und Aufstieg Richtung Pt. 2441. In einem grossen Bogen westwärts auf den Schlittchuechen-Gletscher und wieder ostwärts bis auf 2600m unter die Felsen. Am Fixseil leicht über die Felsstufe. Bei Eis kann die Passage heikel bzw. ohne Steigeisen wohl nicht passierbar sein. Weiter auf den Gipfel des Ruchstock. Vorsicht vor Gipfelwächte gegen Norden. Abfahrt wie Aufstieg bis Pt. 2441, dann von dort unterhalb des Oberberg und Hasenstock auf's Rot Grätli. Abfahrt zur Rugghubelhütte. Den ganzen Freitag durften wir perfektes Wetter beanspruchen und in später Nachmittagssonne der Hütte entgegenfahren. Eine wunderbare Stimmung.
Tolle Bewirtung durch Chrigel. Sehr gemütliche und gut eingerichtete Unterkunft.
Am Samstag wie erwartet, bedeckter Himmel, difuse Lichtverhältnisse und eine sich ankündigende Schlechtwetterfront aus West. Erstaunlicherweise hielt sich die Front in unserem Gebiet den ganzen Tag zurück. So stiegen wir auf in die Engelberger Lücke, querten bei viel Spindrift Richtung Schlossstocklücke, wo wir dann für die Abfahrt abfellten. Wir stiegen wieder auf bis ca. 2740m unter den Gipfel des Brunnistock und entschieden für einen Umkehr bzw. Abfahrt über den Blüemlisalpfirn nach St. Jakob. Die Abfahrt war mit Steilpassagen versehen und  wegen seiner Wegführung sehr interessant und abwechslungsreich. In St. Jakob gings dann auf die Luftseilbahn bis nach Gitschenen. Ein letztes Mal Anfellen und dann noch eine gute Stunde Aufstieg auf die Sinsgäuer Schönegg. Kurz vor der Lücke zog dann Nebel auf, der uns aber auf der anderen Seite - in der Abfahrt nach Oberrickenbach - bald wieder in Ruhe liess. Die Abfahrt, mit doch nicht mehr ganz frischen Beinen, forderte noch einmal alles ab. Der Schnee war pickelhart und stark verfahren. Der Schnee reichte bis nach Oberrickenbach, wenn man alle Grasbüschel sauber umkurvte.
Auch wenn über Gletscher führend, würde ich max. ein Seil mitnehmen als mögliche Sicherung für den Felsriegel am Ruchstock. Pickel und Steigeisen mitzuführen würde je nach Verhältnissen auch Sinn machen. Oder man verzichtet auf den Ruchstock.
Die  bildlich festgehaltenen Eindrücke der beiden Tage finden sich hier ...

Donnerstag, 12. Februar 2015

Gehrihorn

Geil! Ich konnte mich freimachen von der Arbeit und raus in die Natur. Mit was ist das noch zu toppen????
Einmal Gehrihorn retour bitte. Am liebsten 1. Klasse, das heisst mit Pulverschnee. Und so war es auch. Zwar bereits etwas verfahren, aber immer noch weich zu fahren. Insbesondere der Hang oberhalb Untere Geerene bis runter zur Einfahrt in den Bachwald; einfach geil. 
In Kurzfassung der Reihe nach:
Start Sägewerk Bettschen in Kien, Aufstieg über den Nordrücken via Furggi, Bachwald, zu Punkt 1949 und dann mit Skidepot direkt auf den Gipfel. Abfahrt dito. Reine Aufstiegszeit 3h16min (1430Hm) und 1h Abfahrt. Toll dass man bis ins Tal fahren konnte. Merci den Jungs für's mitnehmen. Gerne wieder!
Bilder...

Samstag, 7. Februar 2015

Chistihubel

Nun bereits das fünfte Mal führte ich die Sektionstour auf den Chistihubel durch. Das Kiental, mit dem ich seit Kindheit verbunden bin, zieht mich immer wieder an, ob im Sommer oder im Winter.
Wie üblich fuhr uns ab Reichenbach Walter Gerber mit dem Bus bis in den Tschingel. Ab dort mit den Ski über die Griesalp, Dünde Mittelberg, Obere Dünden auf den Gipfel.
Bereits kurz nach der Griesalp lachte uns die Sonne an. Sie begleitete uns auf der ganzen Tour und vergoldete uns die wunderbare, windstille Gipfelrast.
Zu den Verhältnissen: Rundum Erheblich ab 2400m. Wir starteten bei -11° im Tschingel. Die Eisfälle sind noch wenig ausgeprägt, für mich noch ungenügend. Vorbereitet für einen sehr kalten Tag, musste ich in der ersten Pause schon die langen Unterhosen ausziehen. Gfrörli's können schnell überhitzen ;-). Es hatte durchgehend Pulverschnee, ich mass kurz nach dem Tschingel knapp ein Meter. Die Sonne hatte bis am Mittag allerdings bereits Kraft genug, den Schnee im Gipfelhang etwas schwerer zu machen. Erstaunt war ich über den wenigen Triebschnee. Mit der Bise, welche die ganze Woche gearbeitet hatte, hätte ich mindestens im Gipfelhang grosse Triebschneemengen erwartet.
Ein weiteres Mal durfte ich mit tollen Leuten unterwegs sein. Merci!

Samstag, 31. Januar 2015

Lobhornhütte

Kurzfristig haben Nando und ich uns entschieden, der Lobhornhütte oder konkreter Irene und Talak einen Besuch abzustatten. Gesagt getan. Etwas spät startend, holten wir die Zeit im Aufstieg von 48 Min. wieder auf. Wie angesagt, trafen wir fast pünktlich um 13h in der Hütte ein. Grosse Freude des Wiedersehens. Bei feinem Zwetschgenkuchen und einem Kafi erzählte Irene mir vom Start als neue Hüttenwartin der Lobhornhütte. Gemütlich, herzig, klein und fein würde ich die Hütte nach dem Rundgang beschreiben. Ganz sicher ein Besuch (mit oder ohne Übernachtung) wert. Die Aussicht auf EMJ (Eiger, Mönch, Jungfrau) ist einfach jedes Mal ein Leckerbissen. Übrigens, der Hüttenweg ab Sulwald lässt sich in rund 1.5h Aufstieg machen.

Samstag, 24. Januar 2015

Marianneli

Hoi Mariannehubel, wir sind auch dieses Jahr wieder unterwegs zu dir. Heute, bei unerwartet schönem Wetter durften wir zu Elft bei eher wenig Schnee ab Grimmialp auf den Hubel steigen. Es hatte erstaunlich wenige Leute, wahrscheinlich weil die Lawinensituation sehr günstig war und eher schwierigere Touren angesagt waren. So hatten wir aber unsere Ruhe und konnten den Tag geniessen. So macht es immer wieder Spass eine Gruppe zu leiten. Bilder...

Freitag, 23. Januar 2015

Weicheier und Warmduscher

Was Weicheier und Warmduscher? Im Gegenteil: Auch diesen Winter sind wir wieder im Einsatz, wir vom Gfrörli-Club. Neu jeden Dienstag und Freitagmittag um 11.30h beim Altenbergsteg. Und wenn immer möglich harren wir pro Grad Wassertemperatur eine Minute im Wasser aus. Natürlich können wir unserer russischen Kampfschwimmerin Anna nicht das Wasser reichen, aber immerhin. Übrigens verwöhnt sie uns immer mit Tee und einmal sogar mit einem russischen Mittagessen. Mmmhhh! Aktuelle Infos und Bilder über uns Gfrörli's findest du auf unserer Webseite im Facebook.

Sonntag, 18. Januar 2015

Lawinen-Fortbildungskurs Maighels

Am Freitagmorgen des 16. Januars 2015 war es endlich soweit, ich war auf dem Weg auf den Oberalppass. Dort startete um 11h der Lawinenkurs vom SAC. Andreas, einer der Gruppenleiter half letzten Winter, mit mir zusammen die Rettungsaktion von der Hollandiahütte aus zu organisieren. Er führte dieses Weekend die Gruppe mit angehenden Tourenleitern. Ich wurde Hansueli zugeteilt, ein ruhiger und erfahrener Bergführer. Vom Sturm begleitet, navigierten wir von einer Wegstange zur anderen bis in die Maighelshütte. Eine tolle Unterkunft! Nette Bewartung, feines Essen und schön Platz zum Schlafen machten die drei Tage noch besser. Am Freitagabend gab es einen Theorieteil. Ich lernte dass die GRM zwar eine gute und relativ sichere Methode zur Bestimmung der Gefahr ist, mit den Mustern aber eine weitaus feinere Unterscheidung und Präzisierung erfolgen kann, wenn es darum geht, die Lawinensituation einzuschätzen. Als Präsentations-Werkzeug wurde White Risk Pro verwendet.
Am Samstag Schneefall den ganzen Tag. Wir trotzten dem Wetter und verbrachten doch ein paar Stunden draussen mit LVS-Suchübungen, sondieren auf einen richtigen Körper und Schaufel-Wettbewerb. Zum Abschluss wagt wir uns zu viert noch an die Besteigung des Piz Cavradi gleich hinter der Hütte. Mit fast Null Sicht, aber immer schön dem Grat entlang und ja nicht über 30° - immerhin herrschte gemäss SLF grosse Lawinengefahr - erreichten wir nach rund einer Stunde den Gipfel.
Am Sonntag dann ein sonniger Start. Gute Sicht erlaubte uns Einsicht in die am Vortag vorbereitete Tour in Richtung Piz Badus. Mit Lawinenstufe erheblich im Kopf, tasteten wir uns an den Berg. Von Geländestufe zu Geländestufe, auch heute immer schön unter 30°. Eine der anderen Gruppen hatte per eindrücklicher Fernauslösung zwei grosse Schneebretter ausgelöst, also wachsam sein. Mit dieser vorsichtigen Routenwahl gelang es uns schlussendlich weder im Aufstieg noch in der Abfahrt auch nur irgend einen kleinen Hang auszulösen. Etwas enttäuscht aber auf der anderen Seite sehr erstaunt, dass es doch einige Toleranz gab, fuhren wir Richtung Oberalppass retour, wo der Kurs am Sonntagnachmittag endete. Sturmbilder
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