Montag, 23. März 2015

Skihochtouren im Fornogebiet

Gestartet haben wir Sieben die Ausbildungswoche Skihochtouren mit einer langen Anfahrt über Zürich und Chur nach Maloja Cad' Maté. Ab dort ging's dann weiter durch das Val Forno bis in die Fornohütte auf 2574m. Eine wehende Europaflagge und ein herzliches Hüttenteam empfingen uns.
Während den Touren und auch in und um die Hütte durften Lukas und ich unser Wissen an die Teilnehmer weitergeben, so dass für weitere Touren eine gute Basis gelegt werden konnte. Die ganze Woche hat grossen Spass gemacht. Auch ich konnte wieder viel von unserem Bergführer profitieren und lernen.
Wir haben folgende Touren unternommen:
Dienstag:
Via Vadrec del Forno und den Passo Sissone auf den Monte Sissone 3330m. Abgefahren sind wir dann auf dem Rücken westlich der Cima di Rosso.

Mittwoch:
Südaufstieg auf den Monte Rosso 3088m. Ein kurz ausgesetztes Stück des Gipfelgrates machte die Tour zusätzlich interessant. der auf der Skitourenkarte eingezeichnete Aufstieg via Punkt 2849 ist nicht empfehlenswert, da ausgesetzt. Der Blick in Richtung Cima di Val Bona ist wunderschön (siehe Bild unten). Eine Rundtour über den Passo di Val Bona und Sella del Forno dürfte landschaftlich sehr schön sein.

Donnerstag:
Geplant war der Monte del Forno, aber der schlechten Sicht wegen, entschieden wir unterhalb der Sella del Forno, schneemässig das beste aus dem Tag herauszuholen. So zogen wir in südlicher Richtung den pulvrigen Nordhang hinauf zum Punkt 2884m. Ein wunderbares Nebelmeer Richtung Como- und Gardasee belohnte uns zusätzlich.
Freitag: 
Rückreisetag mit einer interessanten und herausfordernden Schlusstour via Übergang (bei Pt. 2857m) westlich der Pizzi dei Rossi. Abfahrt über die Lto dei Rossi und das Val Muretto auf den Malojapass. Bei Pizokel und einem grossen Bier schlossen wir die Woche ab. Es blieb die lange Rückreise nach Bern und herrliche Bilder.


Sonntag, 15. März 2015

Skitourentage im Bedretto vom 12. - 15. März 2015

Leider wollte das Wetter nicht ganz so, wie es noch wenige Tage vor der Tour vorhergesagt worden war. Aber trotzdem starteten wir nach dem Motto: Dusse si.
Im Restaurant All' Acqua konnten wir wegen Besitzerwechsel nicht die ganzen drei Tage übernachten. So starteten wir am Donnerstag nach der Anreis mit einer Aufwärmtour (im wahrsten sinne des Wortes, es war warm) auf den Poncione Val Piana 2660m. Abenteuerliche Abfahrt via Val Piana nach all' Acqua. Am Freitag stiegen wir via San Giacomo auf das Helgenhorn 2837. Ein langer aber landschaftlich sehr schöner Aufstieg. Tolle Rundsicht auf die Berner, Urner, Bündner und Walliser Gipfel. Die Abfahrt zum Rifugio Maria Luisa interessant und landschaftlich sehr schön, aber an diesem Tag schneetechnisch leider nicht durchgehend gut. Sonnenbad bei Bier und Chips und dann am Abend leckere italienische Küche. Am Samstagmorgen dann wie angekündigt, null Sicht und leichter Schneefall. Mit Petr's Spürsinn, unterstützt durch meine GPS-Technik, lotsten wir die Gruppe bei Null Sicht und teilweisem Whiteout auf den Passo di San Giacomo und runter nach All'Acqua. Der Wetterprognosen wegen entschied die Mehrheit der Teilnehmer die Tour hier abzubrechen und so zogen wir noch zu Fünft im Wiederaufstieg zu Cap. Piansecco, wo uns drei nette Damen freudig empfingen. Aus der Tour via Gerenpass nach Oberwald wurde am Sonntag dann nichts, da es nun stark schneite. Mit einer spassige Abfahrt und einigen Schwüngen im frischen Pulverschnee zurück nach Cioss Prato zum Postauto, schlossen wir die 4 Tage zufrieden ab. Die Bilder...


Sonntag, 8. März 2015

Winterbiwak 2015

Als SAC Sektionstour führte ich mit einem unserer Schneeschuh-Tourenleiter bereits das zweite Jahr einen Biwak-Anlass durch. Letztes Jahr auf der Engstligenalp. Diesmal wollten wir auf dem Simplon unser Wissen weitergeben und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen interessanten Anlass bieten. Im Vordergrund stand ganz klar der Bau des Biwaks und das Schlafen darin.
Etwa 5 Minuten unterhalb des Restaurants Monte Leone fanden wir eine grosse Wächte, die wir mit den Lawinensonden auf ihre Tiefe ausmassen. Insgesamt drei Schneehöhlen schaufelten wir in den nächsten 5 Stunden aus, so dass alle 11 Teilnehmer einen Schlafplatz einrichten konnten. Zum Nachtessen kochte ich für die Skitüreler ein Teigwaren-Fertiggericht. Nach einer ruhigen Nacht und "warmen" Nacht - immerhin kann es in einem Schneebiwak bis ca. 3° warm werden - frühstückten wir frisch gekochtes Porridge, um für die anschliessende Tour auf das Staldhorn einigermassen gestärkt zu sein.
Einmal mehr hat das Schneebiwak grossen Spass gemacht, obschon die Schauflerei harte Arbeit ist. Hier noch ein paar Bilder dazu...