Samstag, 26. Dezember 2015

Eisbaden im Gantrischsee

Mit den Lehren vom vergangenen Sonntag im Oeschinensee im Rucksack, reichlich Internetrecherche und eigener Taktik, besuchten Stefan und ich heute den Gantrischsee. Die Idee war es, weitere Erfahrung zu sammeln, wie denn so eine Eisdecke geknackt werden kann, welches Werkzeug sich eignet und auf was man besonders Acht geben sollte.
Bei der ersten Probebohrung mit einer 21er Eisschraube erreichten wir den Wasserspiegel schon mal nicht. Konnte es sein, dass das Eis so dick war? Ja, war die Antwort, nachdem wir etwas Eis weg gepickelt hatten und die Bohrung nochmals wiederholten. Ganze 31cm Eisdicke konnten wir messen. So hiess es dann, mit Axt und Pickel Eis wegschlagen bis ca. 6cm oberhalb des Wasserspiegels. Nach drei Eisschraubenbohrungen konnten wir dann die Black Diamond Schneesäge einsetzen und das Eisloch fertig freilegen. Da sich der Wasserspiegel im Loch ausglich, war insbesondere der Sägevorgang überwiegend im Eiswasser durchzuführen. Wir liessen uns aber durch nichts beirren, waren wir doch nahe am Ziel. Nachdem das Loch ca. 60x60cm offen war, eine Reepschnur als Handschlaufe angebracht an einer Eisschraube installiert war, stieg ich ein in das 0°C warme Nass. Etwas enttäuscht, konnte ich den Seegrund spüren, aber für's ganz Eintauchen reichte es. Bereits etwas gekühlt von der vorangehenden Locherei hielt ich es dann aber nicht lange im Wasser aus. Stefan folgte motiviert durch "Für das sind wir da" dann mit einem Schnorchel-Test. Glücklich und um eine riesen Erfahrung reicher, beendeten wir dann das Projekt Gantrischsee.
Hardfacts: Gantrischsee 1578m, Wassertiefe wenige Meter, Lufttemperatur –3.8°C, Eisdicke 31cm.
Bilder...

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