Samstag, 17. Dezember 2016

Seebergsee II

Gestern wollten wir unsere Erfahrung rund ums Eisbaden ausbauen und so beschlossen wir, nochmals zum Seebergsee zu wandern. Ganze 5cm hatte das Eis innerhalb einer Woche in der dicke zugelegt. Es hatte etliche Eisschuhläufer auf dem See, wir liessen uns aber nicht ablenken, diesmal zwei Löcher zu öffnen. Nachdem nun die Sicherheitsvorkehrungen schon recht gut ausgebaut sind, schaffte ich es diesmal mit einem mentalen Extraschub, unter der Eisdecke vom einen zum anderen Loch zu schwimmen. Es war ein sehr tolles und intensives Erlebnis, auch wenn die Strecke nur rund 3m mass.
Weitere coole Bilder hier.

Samstag, 10. Dezember 2016

Eisbade-Saison 2016/2017

Auch die Eisbade-Saison ist eröffnet. Wegen des fehlenden Schnee's liegen uns wunderbare, schneefreie Eisflächen zur Verfügung um uns wieder mit Bohrer und Säge den Weg zum kalten Nass zu öffnen. Heute am Seebergsee auf 1831m, bei 0.6°C Wassertemperatur, rund 18cm Eisdicke und sage und schreibe über 10°C Lufttemperatur war das erste Eisbad der neuen Saison einfach nur ein Traum. Wie letzten Samstag (leider ohne Bad im See, da schon gefroren) durften wir erneut sphärisch-mystischen Tönen lauschen. Einfach fantastisch, was uns die Natur immer wieder schenkt.
Danke an Stefan für das Teamwork und die Fotos.

Sonntag, 13. November 2016

Winter-Saisonstart 2016/2017

Fast zu perfekt um wahr zu sein!
Gestern haben Alex (merci!) und ich unsere Wintersaison eröffnet mit einer schönen Skitour auf die Haglere bei Sörenberg. Ab dem Parkplatz - Dank einer kalten Nacht - perfekter Pulverschnee. Alles ist tief verschneit und die Bäume mit Schnee behangen. Zu Beginn blauer Himmel, der sich dann leider wieder versteckt, doch ab dem letzten Teilstück auf dem Grat beschert uns ein Nebel-Sonnen-Gemisch für einige Minuten eine wunderbare, mystische Atmosphäre, bevor dann die Sonnen den Kampf gegen den Nebel gewinnt. Stahlblauer Himmel und Sicht bis irgendwohin... Weitere Bilder hier
So soll es sein. Deshalb gehe ich in die Berge!

Montag, 4. April 2016

Rugghubelhütte

Tourenverlauf und Verhältnisse:
Aufstieg bis Engelberger Lücke problemlos. Querung nach Lücke in gut gefülltem Triebschneehang. Abfahrt ab Schlossstock Lücke auf den Blüemlisalpfirn - er ist gut eingeschneit und keine Spalten sind sichtbar - in windgepresstem Schnee. Die letzen ca. 150m zu Fuss am besten mit Steigeisen auf den Gipfel. Abfahrt bis auf Bödeli bei Gitschenhöreli-Hütte in akzeptablem Sulzschnee. Ab dort sehr nasser und schwerer Plütter. Mit Tragpassagen noch fahrbar bis Portrüteli.
Ich war selber nicht auf dem Gipfel, sondern nur bis zum Skidepot.

Ab Bannalp bis auf Bannalper Schonegg noch knapp durchgehend Schnee. Bis Rot Grätli und runter in die Rugghubelhütte Frühlingsverhältnisse.
Super Bewirtung in der Rugghubelhütte bei Chrigel. Es gab kanckigen Salat und herrliche Älplermakkaronen! Merci Chrigel!
Für Fahrt nach Flüelen empfiehlt sich für Gruppen auch das Alpentaxi 079 413 91 15.
Es hat zwei Tage geföhnt wie irre. Es sauste noch am Montag im Kopf.


Freitag, 25. März 2016

five finger (death punch) tour

Ähnlich der US-amerikanischen Metal Band Five Finger Death Punch, tönte unser avisiertes Ziel für Karfreitag: Fünffingerstöck.
Bis zum Feldmosshubel konnten wir auf der Sustenpass-Strasse fahren, dann wechselten wir auf die Tourenskis. Bis auf den Tunnel bei Bärfeden konnten wir alle passieren, teils zu Fuss, da stark vereist. Nach dem gemütlichen Warm-up auf der Passstrasse ging's dann beim Steingletscher zur Sache. Einen steilen Aufschwung liessen wir bald hinter uns, um dann wieder angenehmer durch's Obertal in Nordrichtung weiter aufzusteigen. Leider schneite es die ganze Zeit und auf 2700m ging dann nicht's mehr. Null Sicht, diffuses Licht und stark zunehmender Wind machte uns den Entscheid der Umkehr einfacher.
Der Zusammenbau des einen Splittboards bewies mir einmal mehr, dass diese Materialart nur bedingt für Hochgebirgstouren geeignet ist. Mit kalten Händen und im Sturm irgendwelche präzis passenden Teile zusammenbauen zu müssen ist echt nicht einfach. Chapeau diesen Türelern, die das auf sich nehmen.
Die Abfahrt gestaltete sich dann herausfordernd, nicht der Navigation wegen, die hatten wir Dank GPS im Griff, aber weil die Sicht null war.
Schlussendlich hatten wir auch ohne Gipfelerfolg Spass, wir waren Draussen und das ist schlussendlich die Hauptsache.
Eintrag von MadLex auf Gipfelbuch...
Bilder...

Dienstag, 15. März 2016

4x Bedretto perfekt bitte!


Nicht zu toppen waren dieses Jahr die 4 Tage im Bedretto. Perfektes Wetter, tolle Schneebedingungen und eine gute Gruppe um die geplanten Touren 1:1 durchzuführen.

Erwähnen möchte ich die tolle Bewirtung im Ristorante All'Aqua und im Rif. Maria Luisa.


Im Kurzverfahren...
Tag 1: All’Acqua 1614m. Nachmittagstour auf den Poncione Val Piana 2660m
Tag 2: Helgenhorn 2837m - Rif. Maria Luisa 2160m
Tag 3: Btta di Val Maggia 2635m – Marchhorn 2962m– Btta di Formazzora 2687m – All’Acqua1614m
Tag 4: Poncione di Manió 2924m, Abfahrt via Geretal nach Oberwald

Es war einfach geil!

Deshalb lasse ich sofort die Fotos sprechen...

Sonntag, 31. Januar 2016

Eiswerkzeug

Es war schon eine Weile im Haus, das neue Eiswerkzeug. Leider fehlte aber bisher die Zeit für den ersten Test. Trotz Sturmmeldung, machten wir uns zu Zweit auf zum Gantrischsee um den Test der Test's zu machen. Es war schlicht ein Genuss, zu spüren, wie sich der Bohrer als wäre es Butter ins Eis frass. Im Nu waren die beiden Eisschichten (5cm und 37cm mit einer 6cm Wasser-Eis-Mischung dazwischen) durchbohrt. Mit der Säge, schnitten wir dann von einem Loch zum anderen, bis der Block frei war. Mit Hauruck zogen wir dann die rund 245kg! Eis raus.
Sehr interessant für uns war vor allem die Erkenntnis mit den beiden Eisschichten, aber natürlich auch die neue Erfahrung mit der Eissäge und dem Eisbohrer. Damit werden wir künftig schnell und mit wenig Kraftaufwand ein Loch zum Eisbaden öffnen können.
Die alten Eidgenossen hätten grosse Freude gehabt an der Eissäge. Die hätten damit alle Habsburger- und Schwabenkriege gewonnen und so hätten wir heute direkten Zugang zur Ostsee. Übrigens: Für die Eissäge braucht es einen Waffenschein!
Bilder...

Mittwoch, 27. Januar 2016

Titlis Rundtour

Schon lange auf dem Radar, war es endlich soweit. Im Winter rund um den Titlis. Zu Siebt fuhren wir mit ÖV bis Engelberg, dann hoch bis auf den Klein Titlis. Nach einer kurzen Abfahrt über den Gletscher abseits der markierten Pisten, erreichten wir das Hintere Ttilisjoch. Dort mussten wir dann die Skis auf die Rucksäcke schnallen und in knapp 10 Minuten leicht zu Fuss zum Vorderen Titlisjoch steigen. Dort richtete Tinu unser Bergführer schon die erste Abseilstelle ein. Nach 50m mussten wir noch weitere 30m im steilen Couloir absteigen, bevor wir die ski wieder anziehen konnten. In mühsamem Bruchharst fuhren wir dann zur Schwarzi Naad, wo uns weitere 2x50 Abseilen bevorstanden. Danach ging's noch ein paar Meter runter bis wir dann auf 2100m die Felle definitiv aufziehen konnten. Ein paar Spitzkehren später stiegen wir auf dem Wendengletscher bis hoch zum Grassenbiwak. Felle abziehen, kurz Futtern und dann gleich weiter - in allen Schneearten die es gibt - runter bis nach Herrenrüti. Zwischendurch war noch ein paar Minuten Skitragen angesagt, weil es schlicht zu wenig Schnee hatte. Ohne Verschnaufpause fuhren uns die ÖV retour nach Bern.
Bilder...