Sonntag, 31. Januar 2016

Eiswerkzeug

Es war schon eine Weile im Haus, das neue Eiswerkzeug. Leider fehlte aber bisher die Zeit für den ersten Test. Trotz Sturmmeldung, machten wir uns zu Zweit auf zum Gantrischsee um den Test der Test's zu machen. Es war schlicht ein Genuss, zu spüren, wie sich der Bohrer als wäre es Butter ins Eis frass. Im Nu waren die beiden Eisschichten (5cm und 37cm mit einer 6cm Wasser-Eis-Mischung dazwischen) durchbohrt. Mit der Säge, schnitten wir dann von einem Loch zum anderen, bis der Block frei war. Mit Hauruck zogen wir dann die rund 245kg! Eis raus.
Sehr interessant für uns war vor allem die Erkenntnis mit den beiden Eisschichten, aber natürlich auch die neue Erfahrung mit der Eissäge und dem Eisbohrer. Damit werden wir künftig schnell und mit wenig Kraftaufwand ein Loch zum Eisbaden öffnen können.
Die alten Eidgenossen hätten grosse Freude gehabt an der Eissäge. Die hätten damit alle Habsburger- und Schwabenkriege gewonnen und so hätten wir heute direkten Zugang zur Ostsee. Übrigens: Für die Eissäge braucht es einen Waffenschein!
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Mittwoch, 27. Januar 2016

Titlis Rundtour

Schon lange auf dem Radar, war es endlich soweit. Im Winter rund um den Titlis. Zu Siebt fuhren wir mit ÖV bis Engelberg, dann hoch bis auf den Klein Titlis. Nach einer kurzen Abfahrt über den Gletscher abseits der markierten Pisten, erreichten wir das Hintere Ttilisjoch. Dort mussten wir dann die Skis auf die Rucksäcke schnallen und in knapp 10 Minuten leicht zu Fuss zum Vorderen Titlisjoch steigen. Dort richtete Tinu unser Bergführer schon die erste Abseilstelle ein. Nach 50m mussten wir noch weitere 30m im steilen Couloir absteigen, bevor wir die ski wieder anziehen konnten. In mühsamem Bruchharst fuhren wir dann zur Schwarzi Naad, wo uns weitere 2x50 Abseilen bevorstanden. Danach ging's noch ein paar Meter runter bis wir dann auf 2100m die Felle definitiv aufziehen konnten. Ein paar Spitzkehren später stiegen wir auf dem Wendengletscher bis hoch zum Grassenbiwak. Felle abziehen, kurz Futtern und dann gleich weiter - in allen Schneearten die es gibt - runter bis nach Herrenrüti. Zwischendurch war noch ein paar Minuten Skitragen angesagt, weil es schlicht zu wenig Schnee hatte. Ohne Verschnaufpause fuhren uns die ÖV retour nach Bern.
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